Schwester Barbara Winter ist Franziskanerin von Reute und seit 2016 für die Freiwilligen zuständig, die nach Indonesien ausgesandt werden. Als Träger im Trägerkreis sind die Franziskanerinnen von Reute neu im Boot – Schwester Barbara berichtet hier von ihren Erfahrungen mit der Servicestelle:

Rückblick

Die Zusammenarbeit mit der Servicestelle habe ich erst vor etwa zwei Jahren begonnen, als mir diese Aufgabe übertragen wurde. Im Archiv unserer Missionsprokur fand ich wohl erste offizielle Dokumente, damals noch unter dem Stichwort Missionare auf Zeit, vor allem den Statut „Laien im Dienst der Evangelisierung und des Friedens“ der Diözese Rottenburg von 1995.

Das bedeutet für mich, dass meine Vorgängerin, Schwester Margot, in dieser Aufgabe der Begleitung der Freiwilligen schon relativ lange Interesse und Aufmerksamkeit für die Zusammenarbeit mit der Servicestelle hegte. Bis vor einigen Jahren arbeiteten wir in der Vor- und Nachbereitung der Freiwilligen mit der Gemeinschaft der Spiritaner in Stuttgart zusammen.

Was waren die Gründe für diese Zusammenarbeit?

Gründe, die für eine Zusammenarbeit mit der Servicestelle Weltkirchliche Friedensdienste sprechen, sind vor allem ein wichtiger Synergieeffekt – die Vorbereitung und Begleitung der Freiwilligen von Seiten der Servicestelle ist umfangreich und zuverlässig. Ich empfinde es als große Erleichterung, zu wissen, da ist jemand, der sehr viel Erfahrung hat und in alle Richtungen Überlegungen zur Durchführbarkeit anstellt. Ich arbeite da gerne mit und bin dankbar, dass ich „das Rad nicht neu erfinden“ muss.

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit der Servicestelle?

Ich schätze die professionelle Form der Vorbereitung – eine gesunde Kombination von spirituellen, gruppendynamischen, menschlichen und organisatorischen Inhalten. Die verbindliche Kontinuität und die vielseitige Art der Zusammenarbeit zum Wohl aller Beteiligten bereichern die Zusammenarbeit ungemein. Ansteckende Freude und Begeisterung schwingen bei allen Aufgaben mit.

Welche Erfahrung im Kontext der Weltkirchlichen Friedensdienste ist für Sie als Träger wertvoll?

Für uns als Ordensgemeinschaft wird nochmals intensiv Weltkirche erfahrbar – durch die Erfahrung der Begleitung – auch im Gebet – dieser jungen Menschen, die diesen Dienst durch ihre Bereitschaft erfüllen und so auch die Sicht der Schwestern auf das weltkirchliche Engagement bereichern. Diese jungen Menschen wirken als Multiplikatoren, auch und gerade für uns als Ordensgemeinschaft, indem sie, durch diesen Einsatz geprägt, Werte wie Glauben, Solidarität und Nachhaltigkeit mit uns leben und die frohe Botschaft in unsere Welt heute hineintragen.

Was wünschen Sie sich für eine Zusammenarbeit in der Zukunft?

Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin eine möglichst unbürokratische Zusammenarbeit und die bisher erlebte Offenheit im Umgang mit oftmals individuellen Gegebenheiten. Ich gratuliere der Servicestelle zu ihrem 10-jährigen Bestehen und wünsche ihr den Segen Gottes in der Begleitung junger Christen, die sich senden lassen und sich öffnen, um in anderen Kulturen neuen „Geschwistern“ zu begegnen.

Schwester Barbara Winter, Franziskanerinnen von Reute