Leonie Matt, Damian Viereck und Katharina Abdo sind die Kursteamer in der Servicestelle. Sie alle haben selbst einen Freiwilligendienst im Ausland absolviert, sie alle sind in den Themen der Einen Welt zu Hause und sie alle begleiten die Freiwilligen durch den Vorbereitungsdschungel. Viola Gassenschmidt, Praktikantin der Servicestelle, hat sie vor dem letzten Kurs über Ihre Motivation und Aufgaben ausgefragt:

Viola: Hallo Leonie, Damian und Katharina, schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Meine erste Frage: Wie seid ihr zum Team gekommen?

Damian: Bei mir war der Einstieg über das Küchenteam. Dort habe ich vor fünf Jahren begonnen und habe die ersten Einblicke bekommen. Dann habe ich vor drei Jahren das erste Mal auf dem Kurs mitgeteamt.

Leonie: Bei mir war das sehr ähnlich wie bei Damian. Als Küchenteam habe ich die Kursarbeit erst aus der Küche mitbeschnuppert. Nach und nach bin ich dann in die Arbeit eingestiegen und bin seit zwei Jahren dabei.

Damian: Die Kursarbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich habe aber auch gemerkt, dass mich mit jedem Vorbereitungskurs ein bisschen intensiver mit den Themen auseinandersetze. Diese dauerhafte Auseinandersetzung erlebe ich als Bereicherung

Leonie: Das besondere an der Arbeitsweise ist für mich, dass wir tatsächlich auf die Bedürfnisse der Freiwilligen schauen. Ihre Anliegen finden Platz auf jedem Kurs. Im Vergleich zu Küche ist aber auch sehr wertvoll, Freiwillige längere Zeit zu begleiten. Nicht nur bei einem Seminar mal kurz wahrzunehmen, was sie beschäftigt, sondern tatsächlich im Idealfall auch nach der Rückkehr.

Katharina: Das sehe ich genauso. Ich teame seit über zwölf Jahren Kurse in ganz unterschiedlichen Settings, also auch für Freiwillige, die im Inland sind. Angefangen habe ich damit, weil meine eigene Vorbereitung total inspirierend war und auch nachhaltig gewirkt hat, auch während meines Freiwilligendienstes. Gerade die gemeinsamen Erfahrungen mit den anderen Freiwilligen im Vorfeld war eine große Bereicherung für mich. Für mich ist es ein echtes Geschenk, dass dieser Austausch mit Personen in der gleichen Situation möglich ist und sich gemeinsam mit Themen auseinander zu setzen und gruppendynamische Elemente zu durchlaufen.

Viola: Und warum ist die Vorbereitung wichtig?

Katharina: So ein Entschluss ins Ausland zu gehen, dort mitzuleben, mitzuarbeiten, ist schon ein großer Schritt, wo sich viele Fragen auftun und Themen aufploppen. Die Vorbereitungskurse bieten Raum sich genau damit auseinanderzusetzen.

Damian: Oft habe ich den Eindruck, dass es die Seminare braucht um erstmal Fragen aufzuwerfen – zu merken, woran man denken kann und welche Bereiche den Freiwilligendienst betreffen. Gerade auch das Persönliche, die eigene Familie und den persönlichen Werdegang.

Leonie: Die Vorbereitungskurse wären aber nichts ohne das ehrenamtliche Engagement der TrägerInnen. Wir sind dankbar und freuen uns, weiter mit euch arbeiten zu dürfen.

Viola: Vielen Dank für das Gespräch.

Viola Gassenschmidt, 2012/ 2013 in Bolivien

Aus der Reihe „10 Jahre Servicestelle“