„Wie war’s im Ausland? Hast du viel erlebt? Wie hat’s dir gefallen?“

Diesen typischen Fragen dürfen sich viele Freiwilligen nach ihrer Rückkehr stellen. So leicht diese Fragen auch formuliert sind, es fällt extrem schwer eine Antwort zu finden. Erst recht eine kurze, prägnante mit möglichst vielen Informationen, wie sie unsere Gesellschaft am liebsten hat. Grundsätzlich hat ein weltkirchlicher Friedensdienst eine ganz individuelle Wirkung auf jeden einzelnen Freiwilligen. Einschneidend dürfte das Erlebte aber für jeden sein. Das Erfahrene und Gelernte im Alltag anzuwenden, darauf kommt es nach dem Dienst an. Ein Weltkirchlicher Friedensdienst prägt. Und das ein Leben lang.

Die Einen finden die Liebe ihres Lebens während des Dienstes, die Anderen entdecken ihren Traumberuf, über den sie zuvor gar nie wirklich nachgedacht hatten. Wieder andere lernen unser Leben, im globalen Norden, ganz neu zu schätzen und handeln bedachter. Während des Dienstes in Südamerika, Afrika und Asien wird aber eines bewusst: Weniger ist mehr! Gleiches gilt übrigens auch für die Antwort auf die berüchtigte Frage an die Rückkehrer. Weniger Blabla, das vermutlich ohnehin keiner versteht, mehr aktives Handeln. Das ist das, was ein weltkirchlicher Friedensdient auslöst!

Pia Klaus, Freiwillige 2012/ 2013 in Bolivien

Aus der Reihe „10 Jahre Servicestelle“