Unter diesem Motto leiste ich seit mittlerweile mehr als elf Monaten meinen Weltkirchlichen Friedensdienst hier in Riberalta im Amazonas-Regenwald des nördlichen Tieflandes von Bolivien. Jeden Tag wage ich etwas und erlebe die Leute hier, die Landschaft und auch mich ganz neu. In meine Arbeitsstelle, einer Einrichtung für behinderte Kinder, versuche ich deren Alltag mit Freude und schönen Momenten zu füllen. Ein Wagnis, das dann mit einem herzhaften Lachen belohnt wird. Letztens habe ich meinen Geburtstag ganz anders gefeiert, auch das war ein Wagnis. Weitere Wagnisse in den vergangenen Monaten hier war das Überstehen von Weihnachten so weit weg von zuhause, die Ankunft des ersten Päckchens aus der Heimat, ein Praktikum im örtlichen Radiosender mit eine Interview in Form einer Live-Übertragung und viele mehr. Diese kleinen Wagnisse haben meinen Dienst und deshalb auch mich zu dem gemacht was er ist und auch was ich heute bin. In zwei Wochen werde ich wieder in Deutschland sein und dort das Wagnis Zuhause-Ankommen und danach auch Studium und Beruf angreifen. Bis dahin gilt es aber die Zeit, die mir hier noch bleibt, voll auszukosten und die kleinen wie auch großen Wagnisse, die mir jeden Tag geschenkt werden, anzugehen.
Liebe und schwül-warme Grüße aus dem Regenwald in das sommersonnen-verwöhnte Deutschland
Pia Klaus

Tropischer Regen in Riberalta, Bolivien

Im Kinderzentrum „Nuevos Horizontes“