Vor zehn Monaten ging es los. Vollgepackt. Hinein ins Ungewisse. Damals wusste ich noch nicht genau was mich hier erwarten soll. Doch als ich dann mal da war, gab es kein zurück mehr. Und bereuen tu ich es immer noch nicht.

Denn nach 10 Monaten in Katende fühle ich mich sehr wohl, wie als ob es mein Zuhause wäre. Was heißt wäre… Es ist mein Zuhause mittlerweile! Das Leben mit den Fathers von Katende hier im Pfarrhaus gefällt mir sehr gut.

#Mitleben

Der Aspekt Mitleben ist in meinem WFD ziemlich ausgeprägt, denn zum einen wohne ich dort in einer Gemeinschaft mit den Priestern. Also isst man gemeinsam, trifft sich regelmäßig und verbringt natürlich auch die Abende zusammen. Doch das Mitleben hier ist viel mehr. Denn wenn ich das Pfarrhaus verlasse bin ich einfach Teil der Kirchengemeinde Katende. Deshalb verlasse ich ganz gerne einfach mal das Pfarrhaus, um einfach Teil der Gemeinde sein zu können. Die Menschen hier sind nämlich so unglaublich offen, freundlich und hilfsbereit, sodass man sich einfach nur wohlfühlen muss!

#Mitbeten

Auf das Mitbeten war ich am Anfang am meisten gespannt bzw. hatte meine Zweifel, wie es denn so werden wird. Denn das Leben mit den Priestern habe ich mir relativ konservativ mit viel Beten vorgestellt. Am meisten bete ich jedoch mit den Leuten jeden Sonntag im Gottesdienst. Gottesdienste hier in Uganda bedeutet, dass so ziemlich das ganze Dorf zusammenkommt und man gemeinsam den Gottesdienst feiert mit viel Musik und trommeln und klatschen. Doch wie bei allem in Uganda spielt Zeit hier keine Rolle. So kann es sein, dass der Father 2 Stunden predigt und für die Leute ist das gar kein Problem. Des Weiteren wird bei jedem Fest, welches hier gefeiert wird, zuvor ein Gottesdienst gefeiert.

#Mitarbeiten

Hier in Katende arbeite ich in drei Schulen und kann mich überall einbringen. Z.B. helfe ich den Lehrern beim Matheunterricht und unterrichte Computer. Des Weiteren habe ich noch einige Clubs wie einen Deutschclub, eine Musikgruppe und Volleyball. Das schöne hier ist, dass nichts unmöglich ist und so ziemlich jede Idee umsetzbar ist. Da in Uganda so ziemlich jede Schule eine Boarding School (Internat) ist, endet der Tag in der Schule auch nicht einfach so. Deshalb kann man nach Schulschluss auch immer Basketball, Fußball oder Volleyball spielen oder sich einfach mit Freunden in den Schulen treffen.

 

In zwei Monaten geht mein WFD hier schon zu Ende und ich kann es immer noch nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergehen kann. Doch ich möchte noch gar keine Gedanken mit dem Heimgehen verschwenden und bin einfach nur dankbar für die Erfahrungen, die ich bisher machen durfte.

-Peter, Uganda #WFD17/18