Seit dem Aussendejahrgang 2014 beteiligt sich das Kolpingwerk, in Kooperation mit dem Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., an der Entsendung von Freiwilligen in einen weltkirchlichen Freiwilligendienst (WFD). Dies geschieht bei uns im 2-Jahresrhythmus, um im Zwischenjahrgang einen Freiwilligen aus unserem Partnerverband Paraguay über den Reverse-WFD des BDKJ aufnehmen zu können.

Charles Giménez, Bildungsreferent des Kolpingwerkes Paraguay schreibt dazu: „Para hablar de esta relación utilizamos el término “hermanamiento” que connota una idea de igualdad, nos situamos en un plano horizontal, desaparece la idea “dar-recibir” y aparece la idea “intercambio”. Intercambio de cultura, de experiencia, de mutuo aprendizaje. El punto más importante está en la amistad que se puede generar y que de hecho se genera.“

Frei übersetzt: Um also über unser Verhältnis zu sprechen, benützen wir den Begriff „Partnerschaft“, welcher ein Gleichheitsidee impliziert. Wir befinden uns auf einer horizontalen Ebene, es verschwindet das „Geben-Nehmen“ und es wächst die „Idee des Austauschs“. Austausch von Kultur, von Erfahrung, von gegenseitigem Lernen. Der wichtigste Punkt aber, welcher zu erreichen ist, ist die Freundschaft, die wir tatsächlich hervorrufen.

Im Zusammenspiel mit Jugendbegegnungsreisen über mehrere Wochen stellt der Freiwilligenaustausch den zentralen Bestandteil unserer Partnerschaft dar. Seit wenigen Jahren können wir also mit Fug und Recht behaupten, dass die Partnerschaft „lebendig“ ist. Die persönlichen Kontakte und Freundschaften, die gegenseitigen Einblicke und Verständnis, das gemeinsame Organisieren, Absprechen und Realisieren bringt uns Partner einander immer näher. Der 2-Jahresrhythmus trägt dazu bei, dass beide Seiten voller Vorfreude und Elan zusammenarbeiten.

Klar ist, dass es ein stetiges Bestreben gibt, den Dienst auch weiter zu entwickeln. Deshalb wollen wir im kommenden Entsendejahr unsere Freiwillige nicht an das Kolpingbüro in Asunción anbinden, sondern vielmehr zu den Partnern direkt, zu der Kolpingsfamilie in Limpio. Die Hoffnung besteht, dass hier das Mantra der Freiwilligendienste der Diözese Rottenburg-Stuttgart „MITLEBEN, MITBETEN, MITARBEITEN“ noch spürbarer wird.

Jakob Maucher, Freiwilliger 2007/2008 (Paraguay)